Es ist Samstag, der 14. April. Die ersten Sonnenstrahlen wecken uns. Lindos auf Rhodos

Wir öffnen die Luke. Vor uns erhebt sich die Akropolis von Lindos und die nette kleine Stadt mit ihren weißen Häusern.

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Eine Woche schon liegen wir in dieser wunderschönen Bucht auf Rhodos vor Anker. Wir haben die Burg erforscht, die schmalen Gassen durchwandert und das Osterfest auf ganz spezielle Weise hier gefeiert. Zur Messfeier sind wir zwar etwas zu spät gekommen, haben aber trotzdem noch von einem freundlichen Herrn ein Stück Brot von der Kirche geschenkt bekommen. Am Nachmittag und Abend hat sich die Piazza von Lindos in einen großen Festplatz veLamm und Kitz vom Grillrwandelt. Zu fantastischer griechischer Live-Musik wird Sirtaki getanzt, die Gemeindeverwaltung spendiert Wein, Bier, Ostereier und Gegrilltes für Jedermann. Leider sind wir wieder zu spät gekommen, die Glut ist schon verloschen. Zu unserem Glück drehen sich aber auf der anderen Seite des Platzes noch ein Lamm und ein Kitzlein am Spieß. Ein privater Verein des Ortes ist dafür verantwortlich und wir werden mit offenen Armen aufgenommen. Zum ersten mal essen wir auf diese Art zubereitetes Fleisch. Es schmeckt einmalig, besonders wenn man es mit genügend Retsina hinunterspült.

Zwei Tage durchqueren wir mit einem Leihauto die Insel. Von endlosen Sandstränden, Blumenwiesen, Pinienwäldern, Olivenhainen bis zu Hügellandschaften und Gebirge hat Rhodos wirklich alles zu bieten. Über bestens ausgebaute Bergstraßen und holprige Schotterstraßen jagen wir unseren kleinen Koreaner. Angenehm ruhig ist es hier im Frühling, überall wird aber eifrig gebaut und gestrichen, um für den großen Touristenansturm gerüstet zu sein.

Heute wollen wir wieder zurücksegeln nach Rhodos Stadt. Ziemlich stark weht der Wind aus nördlicher Richtung, nicht gerade ideal, eventuell müssen wir aufkreuzen. Das Manöver "Anker auf" dauert auch länger als geplant. Große Steinblöcke liegen am Grund und unser Bügelanker hat sich bombenfest darunter verkeilt. Nach mehren Versuchen löst er sich endlich, Glück gehabt. Lois hat sich schon auf einen erfrischenden Tauchgang eingestellt. Der wilde Ritt gegen die Wellen ist wieder einmal eine Herausforderung für meine Magennerven. Wir sind recht flott unterwegs, der Wind dreht von Nord auf Nordwest, was uns sehr gelegen kommt. Kurzzeitig frischt er bis über dreißig Knoten auf. Ich gebe das Steuer nicht aus der Hand und überstehe die Überfahrt ohne Probleme.

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