In der Nacht sind wir nach einem schönen Flug von Linz nach Antalya und einer siebenstündigen Busfahrt wieder in der Marina angekommen.

Marmaris Yacht Marina

Felix hat brav auf uns gewartet und offensichtlich den Winter gut überstanden. Wir stellen nur unsere schweren Taschen im Salon ab und verkriechen uns gleich ins Bett.

Gut ausgeschlafen steuern wir am Morgen das Marinarestaurant an. Zu essen haben wir auf Felix so gut wie nichts. Eine Wasserflasche habe ich aus der Bilge gefischt und Orangensaft ist noch da. Für ein richtiges Frühstück müssten wir aber erst einkaufen gehen und das freut uns mit leerem Magen gar nicht. Die Kellner im Lokal begrüßen uns wie alte Freunde. Viele Leute gehen nicht ins Retaurant essen, obwohl es wirklich gut ist und die Bedienung recht freundlich. Möglicherweise können die sich also wirklich an uns erinnern. Blüte zur Begrüßung

Wiedererkannt hat uns jedenfalls die nette Dame im Büro, mit der wir im Dezember unseren Vertrag abgeschlossen haben. "Wann können wir denn kranen?" Sie überlegt, im Moment ist wegen des schönen Wetters viel los. Vielleicht am Montag, meint sie dann. Ist uns auch recht, wir finden auch so noch viel Arbeit an Bord.

Groß ist die Wiedersehensfreude mit unseren Freunden auf Steg Juliet. "Hallo, wie geht`s euch allen?" Michi war die ganze Zeit hier und hat immer wieder ein Auge auf Felix geworfen, schönen Dank! Er berichtet, abgesehen von einem ungewohnt starken Sturm aus Norden, in dieser Gegend sind normalerweise die Südstürme gefürchtet, hat es in den letzten Monaten keine Probleme gegeben.

Meinen Bordblumenstock habe ich im Dezember seinem Schicksal überlassen müssen. Zu unserer Überraschung begrüßt er uns mit einer hübschen Blüte.

Freitag, 9. MärHalterung für Babystagz: Wir sind schon wieder gut eingelebt. Lois packt das Werkzeug aus und bastelt ein Babystag. Ein Sturmsegel hätten wir nämlich auch gerne, kann ja nicht schaden. Ich sorge fürs leibliche Wohl und versuche mit einem eher salzigen Teig, den wir gestern beim Großeinkauf am Markt erstanden haben, einen Apfelstrudel zu backen. Das Ergebnis kommt gut an und wird mit Michis Hilfe bis zum letzten Krümel verdrückt. Beim Kaffeetrinken fälltLois und Michi beim Kaffeeklatsch ihm ein, er hat doch in seiner Backskiste noch ein Sturmsegel, das könnten wir haben. Es passt tatsächlich für uns, ich schrubbe es noch anständig, damit es auch gut duftet. Bestens, wieder eine Sorge weniger.

Heute ist Karaoke-Abend in der Bar, an gesellschaftlichen Ereignissen mangelt es wirklich nicht. Wir mischen uns auch unters Volk und lauschen den zum Teil überraschend guten Darbietungen. Es wird ein netter Abend mit Imke und Uli, den wir gutgelaunt erst gegen halb zwei Uhr beenden.

Mittwoch, 14. März, 19h00: Der Sturm rüttelt am Boot und es regnet. Wir sitzen mit zwei Pullovern und langer Unterhose im Salon und wärmen uns mit heißem Tee. Nur zur Erinnerung - es ist März und wir sind im Süden der Türkei...

Felix am Kran

Seit Montag steht Felix wieder an Land. Der riesige Kran hat uns rausgeschupft wie nix. Wir sind seitdem fleißig am Arbeiten, diverse Reparaturen, Kontroll- und Servicearbeiten am Unterschiff gehören erledigt. Mit Bürste und Shampoo entferne türkische Mode...ich den Winterdreck an den Außenwänden - 4 x 14 Meter - das gibt Muskeln!? Das Antifouling vom Vorjahr ist noch ganz in Ordnung, wir werden es nur zum Teil nachstreichen.

Dicht gedrängt stehen die Boote am Landliegeplatz, überall wird eifrig gewerkt. Voll Neid beobachten wir den Arbeitstrupp, der die Privilege 465 vor uns auf Hochglanz bringt. Mit sieben starken Männern geAntifouling einmal andersht das natürlich schneller als zu zweit.

Montag, 19. März: Unser Antifouling-Design erweckt Aufsehen. "Wollt ihr das wirklich so lassen?" Sicher, damit wir das Boot nach einem Tauchgang wiederfinden. In der Früh setzt uns der Kran wieder ins Wasser und wir kehren zufrieden zu Steg "J" Rock`n Roll am zurück.

Vergangenen Samstag gab es im Restaurant ein großes Fest mit Buffet und Livemusik zu Ehren von Saint Patrick, dem Patron der Iren und Engländer, die in der Marina recht zahlreich vertreten sind. Ja und wir haben natürlich auch Grund zum Feiern gehabt, weil wir diese Woche so fleißig waren und die Dreckarbeit am Unterschiff beendet haben.

118_picknick
Montag, 2. April: It`s time to say GOOD BYE! Wir hatten eine schöne Zeit hier in der Marina. Zum Abschied sind wir gestern noch mit der Seglergemeinde auf den Berg gewandert und haben uns an einem wunderschönen Plätzchen zum Sonntagspicknick niedergelassen. War ein Traumtag, kaum zu glauben nach dem S..wetter am Samstag. Heute brechen wir aber wirklich auf, ein Boot ist schließlich nicht für den Hafen gebaut.

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