Nach 2 Tagen und 900 Kilometern empfängt uns die Hauptstadt Wellington im Süden der Nordinsel mit schwarzen Gewitterwolken, Hagel und Regen. In der Nacht verkriechen wir uns in unsere alten Schlafsäcke, wickeln uns noch in eine warme Decke und können uns trotzdem kaum erwärmen. Das kann ja heiter werden! Schließlich wollen wir die Südinsel erkunden bevor der Winter ins Land zieht und der Herbst, also März und April, sollen die ideale Reisezeit sein.
Für Samstag Mittag haben wir die Fähre nach Picton gebucht. Den Vormittag nützen wir nicht für Besichtigungen in Wellington. Auch das berühmte Museum "Te Papa" muss warten. Wir suchen das Warehouse und erstehen zwei dicke, warme Schlafsäcke, Handschuhe und eine lange Unterhose. Wenn wir schon die nächsten Wochen ziemlich spartanisch unterwegs sind, wollen wir wenigstens nicht frieren.
Bei der 3 1/2-stündigen Überfahrt von der Nord- zur Südinsel lacht die Sonne vom beinahe wolkenlosen Himmel. Der Südsturm mit Grüßen aus der Antarktis hat sich verzogen. Bei lauen Temperaturen fahren wir die Ostküste entlang durch die Provinz Marlborough. Das Grün der ausgedehnten Weingärten bildet einen interessanten Kontrast zur ausgedorrten Hügellandschaft und den weiten, trockenen Ebenen. Weißweine aus Neuseeland haben unter Kennern weltweit einen guten Namen. Nach dem "Lake Grasmere", einem riesigen Salzsee, führt die Straße direkt am Meer entlang. Die Wellen brechen sich im flachen Wasser und erfüllen die Luft bis weit über den schwarzen Sandstrand mit Gischt - ein schöner Anblick im Abendlicht.
Bei Kaikoura, das mit Walbeobachtungen und einer Robbenkolonie wirbt, suchen wir uns einen schönen Campingplatz und gönnen uns zwei Nächte Ruhepause.

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