Unser Tag beginnt mit einem ordentlichen Frühstück mit Müsli, Obst, Marmeladebrot und Tee. Heute schaukelt Felix in drei bis vier Meter hohen Wellen auf und ab und bekommt immer wieder einen Stoß in die Seite oder von unten gegen den Salonboden. Wir bewegen uns breitbeinig, suchen zumindest mit einer Hand Halt und sind besonders mit heißen Flüssigkeiten sehr vorsichtig. Die vielgepriesenen Antirustschmatten sind eine große Hilfe.

Der Tisch ist gedeckt. Eine schwarze Regenwand kommt auf uns zu. Was steckt da drin? Seit Bora Bora sind wir mit dem Parasailor unterwegs. Schon in der vergangenen Nacht hat der Wind aufgefrischt und wir sind mit bis zu zehn Knoten durchs Dunkel gerauscht. Wir beschließen, das Segel zu bergen. Alles ist bereit, Lois im Cockpit mit den Schoten, ich an Deck mit dem Bergeschlauch. Gerade jetzt klart es wieder auf. Die Wand ist durchgezogen. Wir brechen die Aktion ab, begeben uns zurück an den Frühstückstisch und löffeln unser Müsli. Wieder verdunkelt sich der Himmel. Im Südosten braut sich etwas zusammen. Ob der Ostwind die Störung zu uns bringt, oder ob sie an Backbord vorbeizieht, ist fraglich. Uns reicht es jedenfalls. Mein Magen verkrampft sich immer mehr. Runter mit dem großen Segel! Wir setzen die Genua und können endlich in Ruhe unser Frühstück beenden.

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