Wir liegen vor Anker in Porto Ponente, der Bucht im NW der Insel Vulcano(38°37,6N 014°57,1E).

Vor drei Tagen haben wir uns von Sizilien verabschiedet und Kurs auf die Äolischen Inseln genommen. Das Panorama in der Porto Ponente, VulcanoBucht ist traumhaft. Vor uns ragt der "Gran Cratere" auf. Die vom Vulkan geformte Insel mit ihren bizarren Formen ist überzogen mit duftendem Ginster, Oleander und Bougainvillea in allen Farben. Es stört uns auch nicht, dass die Segelsaison inzwischen voll SoLo am Vulkanbegonnen hat und rund um uns an die zwanzig Segler aus Spanien bis Neuseeland liegen, passen gut ins bunte Bild.
"Wie kommt man am besten auf den Vulkan?" erkundige ich mich an einer Hotelrezeption. "Zu Fuß", antwortet mir der nette Herr. Er erklärt mir den Weg und gibt mir sogar einen Plan der Insel mit. Das soll für uns kein Problem sein. Mit festen Schuhen und Trinkflasche ausgerüstet steigen Gran Craterewir den steilen Weg zum Kraterrand hinauf. Der Schweiß bricht aus allen Poren, aber die tolle Aussicht ist die Mühe wert. Dichter Rauch kommt an vielen Stellen aus dem schwefelgelben Gestein, der Gestank nimmt uns fast den Atem. Wir vermeiden nach Möglichkeit, zu viel davon in die Nase zu bekommen, soll nicht wirklich gesund sein.
Nach dem Abstieg lassen wir uns im Ristorante Spaghetti Cozze e Vongole schmecken, also die sind in Italien wirklich besonders köstlich. Danach noch ein erfrischender Schwumm rund um unseren Felix und ein kleines Nickerchen, und schon geht es uns wieder bestens.
Gestern haben wir einen Arbeitstag eingelegt. Lois hat die Plane vom Lazy Jack nachgenäht und die Dieselleitungen kontrolliert. Ich habe inzwischen "Hausputz" gemacht, sollte man nicht glauben, wie viel Dreck sich überall ansammelt. Verschwitzt leere ich den Putzkübel aus und räume den Besen weg, jetzt habe ich mir aber eine Abkühlung verdient. Leider haben wir heute schon sehr viele Quallen gesehen. Ich überprüfe das Gebiet rund um die Badeleiter, alles frei. Genüsslich lasse ich mich reinfallen und plantsche nur auf der Stelle herum, und... Aua! ... wie ein Peitschenhieb fühlt es sich an, als ich mit dem Arm in die langen Fäden einer Feuerqualle schlage. Brennt ganz schön! Lois bringt schnell die Essigflache, tut gut. Auch Rasierschaum soll helfen, also nichts wie her damit. Später trage ich noch Fenistil auf und langsam lässt auch das Brennen nach. Nur die roten Striemen wird man noch einige Zeit sehen. 38°25,2N 014°57,1E

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