Eine Woche in Jakarta ist genug. Felix ist stillgelegt und aufgeräumt, morgen fliegen wir für einige Wochen heim. An verschiedenen Orten unserer Reise haben wir uns gefragt, ob wir dort leben könnten. In der Millionenstadt Jakarta sicher nicht!

 

Die "Old City" mit den historischen Bauten der Holländer schaut zwar recht ordentlich aus. Der große Platz ist ein Treffpunkt für Einheimische und Touristen, Gaukler und Bettler. Gleich daneben stehen allerdings verfallene Gebäude, die anscheinend keinen interessieren.

Durch die völlige verdreckte Wohngegend am ehemaligen Fischmarkt gehen wir nur mit festen Schuhen. Das Leben im "Pasar Ikan" wäre für uns undenkbar. Nette Menschen weisen uns den Weg durch dunkle, enge Gassen, in die wir uns sonst nie gewagt hätten. Der Versuchung, auf den kleinen Ständen etwas zu kaufen, können wir leicht widerstehen.

Reges Treiben herrscht im Sunda Kelapa, dem Handelshafen gleich neben der Marina. Reis und Zement werden verladen, Frauen bieten auf Fahrrad- und Mopedständen Getränke und Essen für die Arbeiter an. Wir marschieren zwischendurch, werden freundlich gegrüßt.

Über allem schwebt mindestens 4 mal täglich der Ruf des Muezzin - die melancholischen Stimmen überschlagen sich aus den Lautsprechern unzähliger Moscheen. Der ständige, gleichmäßige Lärmpegel der Stadt, gewürzt mit feinen Düften nach Müll und verdorbenem Fisch machen uns den Abschied nicht allzu schwer.

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