Wind: WNW 20, Geschwindigkeit: 8-10 Knoten, See: rauh
Endlich ist er da der Westwind! Wie die wilde Jagd reiten wir durch die dunkle Nacht unserm Ziel entgegen, der Orion über uns, das Kreuz des Südens schräg vor uns und auch der zunehmende Mond schaut zwischen den Wolken hervor auf unserer letzten Nachtfahrt. Um 02Uhr45 zeigt der AIS-Empfänger ein Schiff an. Noch ist es fünfundzwanzig Meilen entfernt, kommt aber genau auf uns zu. Das ist kaum zu glauben. So weit ist der Ozean, trotzdem fährt das einzige Schiff in acht Tagen genau auf unserem Kurs. Ich rufe den Frachter über UKW Kanal 16, um sicherzugehen, dass er uns sieht. Zwei mal gebe ich ihm unsere Position durch und vergesse dabei, auf einen anderen Kanal zu wechseln. Prompt kommt eine Rüge von "Maritime radio" Wie schön! Das ist unser erster Funkkontakt mit Neuseeland.

09Uhr00: Land in Sicht! Die Hügel der Nordinsel tauchen an steuerbord auf. Der Moment ist ergreifend und die Freude riesig. Bis zum Zielhafen sind es noch etwa siebzig Meilen. Bei böigen Winden mit Null bis zwanzig Knoten segeln wir an der Ostküste der Insel entlang. Um auf die Beamten von Zoll, Einwanderungsbehörde und MAF (Ministry of agriculture and forestry) einen guten Eindruck zu machen, sehen wir nochmals die erforderlichen Papiere durch und holen die überfällige Körperpflege nach. Gerade rechtzeitig vor einer dunklen Wolkenwand bergen wir die Segel und steuern die Einfahrt zur Whangarei an.

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