Der Travellift in der Rebak Marina hebt uns wieder einmal problemlos aus dem Wasser und bringt uns zum Landliegeplatz. Wir sitzen am aufgebockten Boot und haben immer noch das Gefühl, Felix bewegt sich. So schnell stellt sich der Körper nicht um und auch in Gedanken sind wir noch bei den wunderschönen Ankerplätzen der vergangenen Wochen.

Seit 2012 sind wir immer wieder zwischen Phuket und Langkawi gependelt. Noch nie waren wir in Koh Muk, obwohl die Insel als absolutes "Must see" in allen Reiseführern angepriesen wird - oder vielleicht gerade deshalb. Wir ankern vor einem Bilderbuchstrand mit Palmenkulisse, umrahmt von mächtig hohen Felswänden. Tagsüber ist der Ansturm von Longtails (kleine Holzboote mit aufgesetzten Motoren ohne Schalldämpfer) und Ausflugsbooten enorm. Ihr Ziel ist die etwas südlich gelegene Höhle Morakot. Wir lassen uns Zeit und schwimmen später ganz alleine durch die stockdunkle Höhle, die zu einem großen Kessel im Inneren der Insel führt. Noch beleuchtet die Sonne den oberen Teil der senkrechten Wände, die erstaunlich üppig bewachsen sind. Kurz kosten wir den ruhigen Moment aus, bis der nächste Schwung begeisterter Japaner durch den Höhleneingang strömt. Am Abend beobachten wir auf unserem Privatstrand winzige Krabben bei ihrer Arbeit. Mühsam und emsig formen sie Sandkügelchen und legen sie in einem exakten Muster um ihre Wohnung. Wozu das gut ist, können wir nicht sagen. Die nächste Flut schwemmt alles wieder weg.

Beeindruckend ist auch der Ankerplatz auf Koh Liang Tai. Direkt vor einer senkrechten Felswand verbringen wir die Nacht. Zur "Abkühlung" springe ich am Nachmittag noch schnell mit Maske und Flossen ins Wasser und bin total überrascht von den Weichkorallen in zartem Rosa, Lila und Weiß. In dem trüben, lauwarmen Wasser hätte ich nicht damit gerechnet.

Die grüne Insel Tarutao hat an der 10 Meilen langen Westküste wunderbare endlose Sandstrände. Wir ankern in Ao Sone, der mittleren Bucht. Ein kleines Restaurant und einfache Unterkünfte werden von der Nationalparkverwaltung angeboten. Sonst verirrt sich kaum jemand hierher. Ich paddle nach Süden und suche die Einfahrt zum Mangrovensumpf. Langsam gleite ich durch dieses malerische Gebiet. Kein Windhauch regt sich, außer verschiedenen Vogelstimmen und ab und zu einem Knacken in den Ästen ist es mucksmäuschen still. Schön ist so eine Fahrt ins Unbekannte, aber auch etwas unheimlich. Zufrieden drehe ich um und steuere wieder unser schwimmendes Heim an.

Felix steht also bereits zum dritten mal an Land in der Rebak Marina bei Langkawi. Die Segel sind verstaut, die Seile gewaschen und die Motoren mit Süßwasser gespült. Morgen verlassen wir die Insel und fliegen von Langkawi über Kuala Lumpur, Abu Dhabi und Berlin nach Wien. Wir freuen uns auf einen schönen Frühling und Sommer in Österreich mit Familie und Freunden.

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