Den Landfall auf St. Helena verschlafe ich. Hinter den Klippen der Insel blinzeln die Strahlen der Morgensonne hervor. Ich höre, wie sich Lois und Thomas auf UKW unterhalten. Die Drei auf Pakia tea segeln weiter nach Ascension, wo wir sie vielleicht wieder einholen. Schnell schwinge ich mich aus den Federn. Der Spinnaker fällt durch die Kursänderung bereits ein und muss geborgen werden. Wie es sich gehört, melde ich St. Helena Radio auf Kanal 16 und danach Port Control auf Kanal 14 unsere Ankunft. Wir fischen uns eine der zahlreichen Mooringbojen und begeben uns anschließend mit dem Ferry-Service an Land. Der Weg zu den Ämtern ist sehr unkompliziert. Der Hafenmeister, die Damen von Zoll und Einreisebehörde, alle haben ein Lächeln auf den Lippen und sind hilfsbereit und freundlich. Der nächste Weg führt uns zur Bank, wo wir mit Kreditkarte einige St. Helena Pfund mit dem erlauchten Antlitz der englischen Königin beheben. Einen Bankomaten gibt es auf der Insel nicht. 40,- Pfund will der Harbourmaster von uns und 17,- Pfund pro Person kostet die Einreise. Na wenn schon, irgendwie muss sich dieses entlegene Überseeterretorium von Großbritannien schließlich finanzieren.

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