""Morgen!" Drei Stunden vergehen schnell für den, der im Bett liegt. Tief und fest habe ich geschlafen. Ist es wirklich schon fünf Uhr? Es hilft nichts. Raus aus den Federn, Lois braucht auch seinen Schlaf.
Ich setze mich ans Steuer, mein Kreislauf spielt nicht so schnell mit. Viel gibt es auch nicht zu tun. Ein Rundumblick, alles ist frei. Der Autopilot steuert Kurs 220 Grad. Der Wind ist schwach, aber immerhin genug zum Segeln. Der Halbmond ist schon längst untergegangen, klar erkenne ich die Milchstraße über mir. Ich knipse meine Stirnlampe an, setze die Brille auf die Nase und schmökere in einem Buch einer jungen Biologin, die um 1970 ein Jahr auf einer kleinen Insel in Galapagos das Leben der Meerechsen untersucht hat. Der Bericht ist als Einstimmung auf unser nächstes Ziel recht interessant.
" Es wird hell, der Horizont zeichnet sich ab. Um 6 Uhr 20 Ortszeit blinzelt die Sonne aus einer niederen Wolkenschicht hervor. Ich schalte Navigationslicht und Instrumentenbeleuchtung aus. Strom ist kostbar. Jetzt wäre es eigentlich Zeit für meine morgendliche Turnstunde. So richtig Lust habe ich nicht dazu, gehe aber doch nach unten und hole meine Hanteln. Ein paar Dehnungsübungen, 2 mal 15 Kniebeugen, Bizeps und sonstige Armmuskeln werden auch gestärkt. Tief atmen dabei ... langsam erwachen meine Lebensgeister. Der Tag kann kommen.

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