Die Tage am Trockendock sind ausgefüllt mit schleifen, kitten, polieren, putzen und streichen. Sie vergehen wie im Flug. Schon drei Wochen werken wir auf Felix, um ihn für die Weiterfahrt fit zu machen. Die vergangenen Tage waren verregnet und windig und haben unseren Tatendrang etwas gebremst. Slipmeister Kevin hat aber ohnehin erst am 20. Mai einen Termin für uns, um Felix nach fast sechs Monaten wieder ins Wasser zu setzen. Bis dahin sollten wir alle Arbeiten geschafft haben.
Die Kiele sind verstärkt, die Hecks wurden abgeschliffen und neu lackiert und das Antifouling ist fertig gestrichen. Ich bemühe mich seit Tagen, mit Poliertuch und Paste alle "rostfreien" Nirobügel und die Rümpfe auf Hochglanz zu bringen. Meine Arm- und Nackenmuskeln können ein Lied davon singen. Am Abend ziehen wir noch durch die Supermärkte und bunkern einen Grundvorrat an Lebensmitteln für die nächsten Monate.

In Whangarei und Opua ist die Seglerflotte bereit zum Absprung und verfolgt gespannt die Wind- und Wetterentwicklung Richtung Norden. Langsam wird es Winter in Neuseeland. Bei saftigem Schweinebraten, der vom TransOcean-Stützpunktleiter in seinem großen Backofen zubereitet wird, werden eifrig die Pläne für die nächste Saison diskutiert. "Wann geht ihr los? Wo geht ihr hin? Sehen wir uns wieder?" Viele unserer Freunde bleiben noch länger im Pazifik und wollen im November nach Neuseeland zurückkommen. Über eine weite Strecke und lange Monate haben wir uns immer wieder getroffen. Gemütliche Sundowner und stürmische Überfahrten verbinden. Wir bleiben in Kontakt - versprochen!

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