Aus der erhofften ruhigen Fahrt wird nichts. Die Windrichtung aus Ost bis Südost ist ideal, Windstärken bis 25 Knoten bescheren uns aber nochmals flotte Segeltage mit rauher See. Schon am zweiten Tag nach unserer Abfahrt von Minerva taucht im ersten Morgenlicht an Backbord die Insel Totova auf. Wir navigieren durch die südliche Inselwelt von Fidschi, dürfen jedoch vor dem offiziellen Einklarieren nirgendwo vor Anker gehen. Am Abend bergen wir das Groß und segeln langsam unter Genua weiter. Wir wollen nicht bei Dunkelheit in Savusavu einlaufen.

Im Morgengrauen liegt Vanua Levu, die nördliche der beiden Hauptinseln von Fidschi, nach 1300 Meilen und nur acht Tagen auf See vor uns. Dem Leuchtfeuer am Point Passage weichen wir großräumig aus. Es markiert ein ausgedehntes Riff vor der Hafeneinfahrt. "Waitui Marina, Waitui Marina, this is Sailing vessel Felix, Felix" Wie per e-mail vereinbart kündige ich über Funk unsere Ankunft an. Aseri kommt uns mit einem kleinen Motorboot entgegen und hilft uns, an einer Mooring festzumachen. Später bringt er die Beamten von Zoll, Immigration und Gesundheitsbehörde an Bord. In lockerer Atmosphäre fülle ich diverse Formulare aus. Dort ein Stempel, da eine Unterschrift - keine Fragen, keine Probleme! Wieder einmal haben wir uns zu viele Gedanken um die Einreise gemacht. Bula! Welcome! Enjoy your stay!
Die Amtshandlung ist abgeschlossen. Wir machen uns landfein und feiern mit einem Fiji Bitter diese abenteuerliche Überfahrt und die Rückkehr in tropisch warme Gefilde.

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