Die Morgensonne lässt die Lagune am Minerva-Riff in hellstem Blau erstrahlen. Der Sturm der vergangenen Tage hat sich gelegt, nur noch ein schwaches Lüftchen weht aus Nord. Wir haben uns gut erholt und nette Stunden mit unseren Freunden Gabor und Isolde von "Kestrel" verbracht, die ebenfalls an diesem abgelegenen Ort Zuflucht gesucht haben. Nach dem gestrigen Schnorchelausflug zum Innenriff, wo wir nur mit Mühe gegen die Strömung anstrampeln konnten, fassen wir den Entschluss heute weiterzusegeln.
Bis Savu Savu im nördlichen Teil der Inselwelt von Fidschi liegen noch gut 400 Meilen vor uns. Für die kommenden Tage ist Wind zwischen zehn und fünfzehn Knoten angesagt, der von Nord auf Ost drehen soll. Im Moment können wir zwar unseren angepeilten Kurs von 354° nicht halten und segeln zu weit nach Westen. Wir sind aber zuversichtlich, dass sich der Wind an die Vorhersagen der Wetterfrösche halten wird.

An Bord breitet sich nach dem Mittagessen, mit abschließenden Kokosschnitten und Kaffee, eine zufriedene Stimmung aus. Franz behält bis 14 Uhr Kurs und Segel im Blick, Käpt'n Alois gönnt sich ein Schläfchen im Schatten und ich sitze an Deck und schreibe. Bei Sonnenschein und milden Temperaturen schaukelt Felix gemächlich dahin und zur Abwechslung müssen wir uns nicht vor brechenden Wellen fürchten. In diesem Tempo werden wir wohl ein bis zwei Tage länger brauchen bis Fidschi, mir geht es so aber wesentlich besser.

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