Gestern haben "Minnie B" und "Sea Bunny" die Segel gesetzt, heute wollen Robert und Lori auf "Apogee" weiter nach Mauritius. Wir studieren eingehend alle Wetterprognosen. Der Wind ist für die kommenden Tage recht günstig, nimmt dann zu und bleibt stark für einige Zeit. Eigentlich haben wir für heute schon eine Wanderroute geplant, aber Pläne sind da, um geändert zu werden. Der Entschluss aufzubrechen hat sich in unseren Gedanken festgesetzt, also ist es Zeit, den Anker zu lichten.

 

Sehr gemütlich und abwechslungsreich sind die gut zwei Wochen auf Rodrigues verstrichen. Die Crews der Segelboote aus aller Herren Länder treffen sich immer wieder zu gemeinsamen Aktivitäten. Besonders nett ist die Einladung von Liz und Tim, die in einem wunderschönen Haus am Hügel über Port Mathurin wohnen und gerne Kontakt zu den Seglern haben. Liz stammt aus Mauritius und bereitet für uns ein Lunch-Buffet mit allerfeinsten einheimischen Gerichten.

Die Busfahrt nach Graviers mit lautstarker Reggeamusik ist alleine schon ein tolles und äußerst preiswertes Erlebnis. Die Wanderung entlang der Ostküste auf gut markierten Pfaden durch Kasuarinen-Wälder und über Felsen und Wiesen ist ein Traum. Immer wieder bleiben wir stehen, fasziniert vom Spiel der Wellen am vorgelagerten Riff, das die weite Lagune schützt. Kleine, menschenleere Sandbuchten umrahmt von hoch aufragenden Felswänden sind eine Augenweide. Den Geburtstag vom Käpt´n feiern wir in trauter Zweisamkeit an Bord mit einem ausgiebigen Frühstück. Lois will keinen großen Rummel. Er wünscht sich eine Pause von der zum Teil sehr anstrengenden Unterhaltung in englischer Sprache - dieses Geschenk mache ich ihm gerne.

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