Vorratskörbe, Kühlbox und Bilge von Felix sind gefüllt mit Lebensmitteln. Wir wollen einige Zeit auf Cocos Keeling verbringen und nützen daher das reichhaltige Angebot in Jakarta. Am Montag klarieren wir aus von Indonesien, was sich beinahe zu einem Kabarett entwickelt. Die Beamten sind ja sehr nett, aber nicht die Schnellsten und teilweise ziemlich ratlos. Nach einer zweistündigen Irrfahrt mit dem Taxi finden wir sogar das richtige Immigrationsbüro im Hafen Tanjung Priok und haben schließlich wirklich alle Papiere mit Stempel in Händen.

Der Abschied von der Marina Batavia fällt uns nicht allzu schwer, nachdem Felix schon wieder mit einer schwarzen Dreckschicht überzogen ist. Zumindest war aber unser Boot hier sicher aufgehoben und auch wir haben uns sehr willkommen gefühlt.

Nach nur 18 Meilen ankern wir vor einer kleinen Fischerinsel. Das Wasser ist zwar noch leicht grün, wir wagen uns aber rein und putzen die Wasserlinie, befreien den Speedometer von Seepocken und säubern die Funk-Erdungsplatten. Der Ruf des Muezzin stört uns wenig, ist weitaus angenehmer, als der Lärmpegel in Jakarta. Die Nordwestküste von Java besteht meilenweit aus Raffinerien und Industrie. Am Eingang zur Sunda Strait herrscht reger Fährverkehr zwischen Sumatra und Java. Bei Tageslicht und klarem Wetter haben wir damit aber kein Problem und auch auf den restlichen etwa 70 Meilen kommen wir bei mitlaufender Strömung und leichten, wechselnden Winden gut voran.

Unser heutiger Ankerplatz im Süden von Pulau Panaitan läßt uns bereits die Dünung des Indischen Ozeans spüren, die donnernd gegen die vorgelagerten Felsen der Südküste rollt.

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