"Da schau her, da sitzt ein Drachenkopf", möchte ich zu Lois sagen, geht aber schwer unter Wasser. Mit lautem Rufen kann ich mich aber doch bemerkbar machen und dann auf meine Entdeckung zeigen.

OK zeigt mein Buddy und schießt ein Foto von dem gut getarnten, zotteligen Fisch. Wir machen einen sehr gemütlichen Tauchgang zum Eingewöhnen auf unserem Ankerplatz im Westen von Speightstown. Wunderschöne Korallenblöcke, Schwämme und jede Menge bunte Fische gibt es zu bestaunen. Nach etwa einer Stunde tauchen wir hinter Felix wieder auf, damit uns nicht eines der flotten Motorboote über den Kopf fährt. Plump wie ein Walross hieve ich mich mit der schweren Ausrüstung an Bord, schäle mich aus dem Anzug, dusche und hänge meine Sachen zum Trocknen auf. Im Salon wartet bereits die Mittagsjause auf uns, danach ein Tässchen Kaffee und ein Nickerchen. Also ehrlich gesagt, So schlecht finde ich das gar nicht.
Obwohl, wir haben auch "Stress". Denn schließlich sind wir auf einer für uns unbekannten Insel gelandet und die will erforscht werden und das noch bevor Sonne in einer Woche heimfliegt.
Gestern sind wir durch Speightstown gebummelt, ein verschlafenes Städtchen, das seine ehemalige Vorherrschaft an die heutige Hauptstadt Bridgetown abgegeben hat. Interessante Gesichter, coole Typen mit Rastalocken und bunten Mützen, Damen in eleganten Kostümen und unheimlich süße Schokobabies, Barbados wirkt entspannt und freundlich auf uns.
Wir suchen uns einen Bus nach Bridgetown. Auf der einstündigen Fahrt werden wir zugedröhnt mit Reggae-Rap-Musik. Dem "Busbegleiter" ist es noch etwas zu leise, bei seinem Lieblingssong dreht er am Lautstärkeregler, bis die Magengrube vibriert. Gehört wohl dazu, andere Länder, andere Sitten!
Bridgetown ist die einzige echte Stadt auf Barbados. Wir schlendern durch die Straßen, bestaunen die eleganten Auslagen. Am Ufer der Calisle Bay stecken wir unsere Zehen in den feinen, weißen Sand und bekommen langsam Hunger. Aber leider, heute haben wir einen schlechten Tag erwischt, denn heute ist Wahltag. Die Insel steht Kopf und die Restaurants und Geschäfte schließen am frühen Nachmittag. Nur KFC und andere Fastfood-Lokale sind offen. Na gut, bevor unsere knurrenden Mägen auf der Heimfahrt die Musik übertönen, stärken wir uns halt mit Hähnchen, Pommes und Pepsi.

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