Am Samstag wird im Fischerdorf auf Perhentian Kecil, der kleineren der beiden Inseln, ein Fest gefeiert. Jung und Alt trifft sich zu Wettkämpfen und geselligem Beisammensein. Wir sind beinahe die letzten Fremden, die sich noch auf den Inseln aufhalten. Kaum werden wir in dem Trubel beachtet. Die Malaysier sind höflich und zurückhaltend.
Schöne Tauchplätze soll es hier geben, die wir erkunden wollen. Aber leider sind wir zu spät. Ende Oktober schickt der Nordost-Monsun seine Vorboten mit Schwell und heftigen Regenschauern.

Das Wasser wird milchig trüb und die Sicht sinkt auf weniger als fünf Meter. Auch unsere Schnorchelausflüge sind recht enttäuschend. Die Saison ist eindeutig vorbei und die zahlreichen Resorts schließen für drei Monaten ihre Pforten. Manche sichern den Strand und die Eingänge mit Sandsäcken gegen Sturm und Überschwemmungen. Die Ostküste Malaysiens ist von November bis Anfang Februar eher ungemütlich.
In der großen Bucht von Perhentian Besar liegen wir geschützt vor unserem "Privat"-Strand und warten auf den richtigen Zeitpunkt für die 350-Meilen nach Norden über den Golf von Thailand. Gestern früh haben wir den Anker gelichtet, müssen bei wechselhaften Wind- und Wetterbedingungen viel motoren und haben in der Nacht die hellerleuchteten Ölplattformen und Tankschiffe vor der malaysischen Küste passiert. Mit Kurs 353° schaukeln wir nun der Inselwelt von Koh Chang entgegen, wo wir uns auf einige unbeschwerte Wochen freuen.


klimaneutral gehostet