Der Tag beginnt mit einem traumhaften Sonnenaufgang vor ausnahmsweise fast wolkenlosem Himmel, muss ich natürlich fotografieren. Die Cumuluswolken im Westen färben sich rosa. Mein Blick bleibt an etwas Ungewohntem hängen. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen. Da, wirklich, ich täusche mich nicht. "LAND IN SICHT!" Mein Ruf schreckt auch Lois auf. Ungläubig starren wir auf die schemenhaften Umrisse einer Insel. Fatu Hiva ist über tausend Meter hoch und die Sicht ist heute fantastisch. Wir sind trotzdem erstaunt, dass wir unser Ziel schon erkennen können. Immerhin liegen noch vierunddreißig Meilen vor uns.

Der Wind ist beinahe eingeschlafen. Bei drei Knoten treiben wir fast nur noch mit der Strömung und der Parasailor hängt lustlos herum. Wir bergen das Segel und starten den Motor. So können wir auch noch den Wassermacher laufen lassen und die Batterien aufladen. Fatu Hiva ist immer deutlicher zu erkennen. Hoch und scharfkantig erhebt sich die Vulkaninsel aus dem Meer.
Am Nachmittag fällt unser Anker in der malerischen Bucht Hanavave. Steil aufragende grüne Hänge, von der Natur fantasievoll gestaltete schwarze Felsen, süßer Blütenduft, Palmen und Vogelgezwitscher - nach 22 Tagen und 3056 Seemeilen sind wir tatsächlich angekommen - in der Südsee.

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