Auf dem weiten Pazifik gibt es keine Untiefen. Unendlich tief ist hier das Meer, laut unsere Seekarte sind es viertausend Meter und mehr. Unser Tiefenmesser kann maximal bis 180 Meter messen, wenn er auf ein deutliches Echo trifft. Auf dieser Überfahrt ist er also eigentlich arbeitslos.

In den ersten Tagen habe ich ganz ungläubig und leicht nervös auf die Anzeige gestarrt, als er plötzlich anfing zu arbeiten. 10,5m - 9,2m - 7,3m - 8m - 5,4m - blink, blink - Ende der Messung. Was war das? Ein Wal, ein Fischschwarm oder gar ein U-Boot? Die letzte Zahl bleibt auf dem Display stehen, bis der Tiefenmesser (2. Anzeige von links) wieder ein Echo findet. Immer wieder dieses eigenartige Phänomen, mal auf vierzig Meter, dann hoch bis vier Meter. Uns ist das ein Rätsel, das wir im Moment nicht lösen können.
Wir haben uns daran gewöhnt und ignorieren die Anzeige ganz einfach. Wenn wir wieder in Landnähe kommen, müssen wir uns den Leichtsinn aber schnell wieder abgewöhnen. Es könnte sonst mit einem scharrenden Geräusch enden.

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