14:00 UTC, Wind ENE 6 Kn; See 2 m; Kurs 260°
von Sonne
Seit einem Tag dümpeln wir mit 2-4 Knoten dahin. Dafür haben wir aber Sonnenschein und eine relativ ruhige See, die für Beobachtungen aller Art bestens geeignet ist.

So entdeckten wir auch bald die seltsamen, größeren Fische, die immer wieder aus den Wellen hüpften. Wie sich dann herausstellte handelte es sich um eine kleine Gruppe von Thunfischen (welche Art genau konnten wir nicht feststellen), die unseren Katamaran einige Zeit begleiteten. Sie schwammen vor allem vor dem Boot, also richtig auf der Bugwelle, was wir sonst nur von Delfinen kennen. Immer wieder sausten sie pfeilschnell nach rechts oder links davon, um auf die Jagd nach fliegenden Fischen zu gehen, die dann auch sogleich über der Wasseroberfläche erschienen. Die Thunfische nützten wohl unser Boot als Tarnung, um von der Beute nicht gleich entdeckt zu werden. Fliegende Fische wiederum, die wir von allen Meerestieren am häufigsten sehen, haben vergrößerte Brustflossen, mit denen sie über der Wasseroberfläche bis zu 40 oder 50 m weit elegant dahingleiten können. Der untere Teil der Schwanzflosse ist verlängert, berühren sie damit das Wasser, können sie erneut beschleunigen und schießen noch eine gute Strecke weiter. So kommen sie aus dem Blickfeld ihrer Jäger und sind durch die geringere Dichte der Luft auch schneller. Schon die ganze Reise über sehen wir kleinere und größere Gruppen fliegender Fische in alle Richtungen flüchten und dabei oft beachtliche Strecken in der Luft "fliegend" zurücklegen. Nur manchmal dauert ihre Reise nicht sehr lange - dann nämlich, wenn sie statt wieder im Wasser bei uns an Deck landen!

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